In den BildWelten erscheint die Welt als Gefüge aus Fragmenten. Organische, anthropomorphe Splitter lagern sich aneinander, ohne sich je ganz zu stabilisieren. Figuren sind im Werden begriffen, im Übergang, im tastenden Zustand. Es sind Bildräume, in denen Identität nicht fest umrissen ist, sondern als provisorische Formation auftaucht – als Verdichtung von Wahrnehmung, Erinnerung, Material. Das Fragment ist hier nicht Mangel, sondern Methode: Es hält die Welt offen.
In der Werkreihe „Cuties“ kippt das Niedliche manchmal in eine Zone, in der es nicht mehr nur um Charme und Vertrautheit geht, sondern um Übersteuerung: um Figuren, die zu laut lachen, zu groß gucken, zu grell auftreten – und dadurch eine eigentümliche Spannung erzeugen. Diese Cuties sind keine stillen Sympathieträger, sondern etwas schrille Bildwesen, die sich zwischen Pop-Ikone und visuellem Alarmzustand bewegen.